Gutsherren, Werte und Reformen

Steiermarks „Reformpartnerschaft“ erinnert an Stronachs Demokratiepraxis

In Österreichs Innenpolitik funktionieren Schmähs, die in ganz Europa nicht mehr hineingehen. Nicht einmal mehr bei Silvio Berlusconi. Da stellen sich nach der Nationalratswahl die steirischen Landespolitiker Franz Voves (SPÖ) und Hermann Schützenhöfer (ÖVP) hin und behaupten, der Zusammenbruch des Vertrauens in ihre Parteien habe nichts mit ihrer „Reform“ zu tun. Die von ihnen betriebene Politik hat nichts mit dem Wahlergebnis zu tun? Wenige Tage später erhalten sie 18.000 Unterschriften von Wählern, die die Abschaffgung des steirischen Pflegeregresses fordern. Die „Reformzwillinge“ Voves/Schützenhöfer reagieren nicht einmal darauf.

Die beiden Politiker wollen offenbar nicht an Wählern anstreifen. Die von Zeitungen landauf landab gelobte Reform in der Steiermark gleicht dem Verfahren moderner Landgrafen wie Frank Stronach, die  nicht mit Untertanen über die sie betreffende Maßnahmen diskutieren. Die Werte müssen stimmen. Budgetwerte. Geldwerte. Darlehenswerte. Einsparungswerte. Stronachs autoritäre, willkürliche Behandlung von Mitarbeitern kennt jeder, der ihn ab 1998 im Fußball werken sah. Der Self Made Milliardär ist weder zu einem Gespräch fähig, noch respektiert er Andere. Stronach kauft sich Menschen, wenn er sie braucht. Seine „Stellvertreterin“ Kathrin Nachbaur ist der Prototyp des Stronach-Mitarbeiters. Sie muss jetzt die Kreide fressen, die Stronach seit der Nationalratswahl verweigert. Nachbaur vertritt für fünf Jahre im Parlament das Volk. Ihr Volk ist Stronach, sie ist ausschließlich der Marie eines erlebnisorientierten Oligarchen verpflichtet.

„Ich gebe mein eigenes Geld“ ist Stronachs Mantra. Ach? Das Kapital für die Austria Wien, die er von 199 – 2007 führte, floss aus der „Sozialkassa“ von Magna, in der laut Betriebsverfassung zwei Prozent des Gewinns vor Steuern für Sozialprojekte gewidmet sind. Wenn er, wie im Fall seiner Pseudo-Partei, vielleicht doch aus der eigenen Tasche zahlt, endet die Großzügigkeit, sobald er nicht kriegt, was er will.

Voves/Schützenhöfer zahlen nicht mit eigenem Geld oder dem Geld ihrer Firma. Aber wie Stronach tun sie so. Wieder ein Beispiel aus dem Sport. Weil sich der so wunderbar zum Zusammenschustern eines populären Images eignet. Die Ski WM 2013 in Schladming wurde vom Land Steiermark laut Auskunft aus Voves‘ Büro mit rund 141 Millionen € gefördert. Allerdings liegen bloß Landtagsbeschlüsse für rund 48 Millionen € vor. Fragen nach der Herkunft und der Widmung der restlichen 95 Millionen € beantworten Voves/Schützenhöfer nicht. Schützenhöfer hatte die Chuzpe, eine diesbezügliche dringliche Anfrage der Grünen im Landtag als „Dreckpatzeln“ zu diffamieren.

Bis heute wurde keine Abrechnung der Ski WM vorgelegt. Fragen nach der Subventionierung des die WM durchführenden Österreichischen Skiverbandes und nach diversen Gründstückstransaktionen werden vom Büro des zuständigen Vizelandeshauptmann Schützenhöfer nicht beantwortet. Wieviel Geld erhält der ÖSV von der Voest für die Miete und Imagewerbung des Triumphbogens im Ziel der Planai, der in Schladming „Präsidentenzipfel“ genannt wird? Die Kosten trug übrigens der Steuerzahler.

Der ÖVP-A bgeornete Werner Amon hatte in einer TV-Diskussion (ATV) die Stirn zu behaupten, der Pflegeregress sei „aus budgetären Gründen“ notwendig. Dazu nur zwei Zahlen. Seit 2005 regieren Voves/Schützenhöfer, die Schulden der Steiermark haben sich seither von rund einer auf fünf Milliarden € verfünffacht. Der Pflegeregress soll nun rund sieben Millionen € sparen und trifft ausgerechnet die Armen, die Hilfe am Nötigsten hätten. Die sozialen Folgekosten durch Burn Out und andere Krankheiten, die in solchen familiären Notfällen durch chronische Überforderung und Aussichtslosigkeit auftreten, werden als wesentlich höher eingeschätzt als die Einsparungen. Wenn die von den Reformzwillingen behaupteten Rationalisierungszahlen überhaupt stimmen,.

Aber jetzt haben sie wenigstens den Proporz abgeschafft. Das behaupten sie und das plappern die Journalisten nach. An der Berichterstattung über das steirische Reformprojekt zeigt sich exemplarisch das systemische Versagen der heimischen Medien. Statt selbst tätig zu werden, wurde von den oligarchischen Verlagen die Propaganda der Parteizentralen nachgebetet und mit Platitüden („in einer Demokratie muss man auch Dinge, die weh tun, durchsetzen können“) aufgeladen. In der sogenannten Qualitätszeitung KURIER wurden Voves/Schützenhöfer noch kurz vor der Wahl als Role Model für eine funktionierende Große Koalition angepriesen. Im Standard faselte ein Redaktionsmitglied von den „natürlichen Grenzen“ des Sozialstaates, um den Pflegeregress als beispielhaft darzustellen.

Proporz? Wenn in der Steiermark Parteiinteressen keine Rolle mehr spielen, schaut das so aus: Im Sommer wurde eine gewisse Margit Kraker zur neuen Direktorin des steirischen Landesrechnungshofes bestellt. Kraker leitete viele Jahre lang Schützenhöfers Büro. Sie müsste also hinkünftig die von ihr mitformulierte und mitverantwortete Politik kontrollieren, beispielsweise die Subventionsvergabe für die Ski WM in Schladming. Oder der Pflegeregress und die Streichung von Kindergartenplätzen. Der reformwillige Steuerzahler darf gespannt sein.

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Magna, Mitarbeiter, Milliarden

Ein Besuch im Lannacher Werk von Magna Powertrain – Betriebsratsobmann Reidlinger erzählt von der Konzernstrategie

Auf dem Parkplatz ist kein altes, schäbiges, bemitleidenswertes Auto zu sehen. Lannach, Industriestraße 35: Magna Powertrain. Eines der ehemaligen Kronjuwelen Frank Stronachs. Hier hinterließ der ehemalige Unternehmer Stronach bei seinem Abschied von Magna dem werdenden Politiker Stronach eine Botschaft: einige deiner Thesen vom zurückfallenden, überverwalteten, wettbewerbsschwachen, unattraktiven, überbesteuerten Österreich sind nicht haltbar. Lannachs Auftragsbücher sind über 2020 hinaus voll, 1650 Mitarbeiter erwirtschafteten 2011 einen Umsatz von 685 Millionen Euro. Der Gewinn betrug 193.000 €.

Die gepflegte Atmosphäre in der Halle erinnert an einen Flughafen unter Schalldämpfer, inklusive der signalfarbenen Fahrstreifen auf dem gepflegten Boden. Hinter Absperrungen und Glas werken lautlose, computergesteuerte Automaten. Hie und da huscht ein staubfreier Arbeiter vorbei, blickt sinnend auf ein Schaltbrett, tippt behutsam einen Befehl in eine Tastatur oder hält leise Zwiesprache mit der Robotergruppe seines Vertrtauens.

Hinter den sieben selbsttätigen Werkbänken wohnt Betriebsratsobmann Alfred Reidlinger (65) in einem im Vergleich zum Maschinenschloss bescheidenen Anbau für die Bürokraten des Standortes. Reidlinger personifiziert den zweiten Grund für das Wohlbefinden der Mitarbeiter: sie schauen auf ihre Rechte und darauf, dass es dem Werk gut geht. Das eine funktioniert ohne das andere nicht, sagt Reidlinger. Der Grund für den schmalen Profit 2011 sei ein Grund zur Freude: „Hohe Investitionen, um die Aufträge abarbeiten zu können. Wir sind phasenweise 19 Schichten in der Woche gefahren.“

Einer Liste der Arbeiterkammer zufolge verdient ein Angestellter von Magna Österreich im Durchschnitt 14 mal 4760 € im Jahr, ein Arbeiter 2808. Der Durchschnittsverdienst in der österreichischen Fahrzeugindustrie  (Quelle: WKO) liegt bei Angestellten ein wenig höher (5488), bei Arbeitern ein wenig niederer (2473). Der Durchschnitt aller Gehälter liegt in der Fahrzeugindustrie (laut WKO) bei 3999 €, in der Papierverarbeitenden Industrie bei 3295 €, in der Mineralölindustrie bei 5277 € über alle Verdienstgruppen. Magna liegt durchaus im Mainstream der Arbeitgeber, aber nach 20 Berufsjahren in Pension gehen zu können, wie Stronach am Beginn seines Wahlwerbefeldzuges forderte, ist nicht drinnen. Weiterlesen

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Die Österreicher, die Deutschen und die Chef-Etage

Vor dem Ländermatch ist nach dem Ländermatch – Österreich – Deutschland als Angstbewältigungstherapie

Aus Österreichs Hauptstadt Wien tönt in diesen Tagen ein Pfeifen, wie es Knaben ausstoßen, wenn sie sich im dunklen Wald Mut machen wollen. Das Gepfeife kommt aus dem Trainingslager der österreichischen Nationalmannschaft und wird als Zeichen des Selbstbewusstseins missverstanden. „Sie respektieren uns“, sagt der eine Teamspieler. „Mit einem Tor in Führung gehen, dann werden sie nervös“, setzt ein Anderer nach. „Je länger es null zu null steht, desto größer werden unsere Chancen“, tönt der Dritte. Dann nehmen sie einander bei der Hand und machen, dass sie fortkommen. Zum Mittagessen, zur Nachmittagsruhe. Zur Massage. Die Österreicher werden am Freitag wieder einmal gegen die Deutschen Fußball spielen (München, 20.45, ZDF live), es geht um die Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien. Das Spiel und die Aussicht, zum ersten Mal seit der WM in Frankreich 1998 wieder an einer Endrunde teilzunehmen ist aber auch ein Grund zum Fürchten.

Nach dem 0:2 gegen die Griechen in einem Testspiel vor en paar Wochen hat bei den Österreichern wieder das Knieflattern eingesetzt. Niemand hierzulande glaubt, dass die Österreicher den Deutschen vier Tore schießen werden wie die Schweden am 16. Oktober im Berliner Olympiastadion. Und weniger Tore werden wohl nicht genug sein, um dem haushohen Favoriten der WM-Qualifikationsgruppe zumindest ein Unentschieden abzuringen.

Zugegeben, das 2:1 der Deutschen in Wien war ein mehr dem Glück als der Souveränität geschuldeter Sieg. Die Deutschen führten 2:0, da schoss der Werder-Legionär Zlatko Junuzovic das 2:1. Statt auf die endgültige Niederwerfung der aufmüpfigen Österreicher zu drängen, ließen sie diese gewähren und mussten froh sein, dass in den letzten Sekunden des Spiels der Ex-Bremer Marko Arnautovic nicht eine Torchance ausließ, deren Verwandlung zu einem Treffer der sprichwörtlichen Oma keine Mühe bereitet hätte.

Womit das personelle und prinzipielle Problem der Österreicher angerissen wäre. Die Form und das Selbstbewusstsein wichtiger österreichischer High-Performer befindet sich im freien Fall. Arnautovic wurde in Bremen aussortiert und musste froh sein, dass ihn der no-name-Klub Stoke City aus der englischen Premier League als Ladenschlussschnäppchen erwarb. Arnautovic spielte bei Bremen in den vergangenen Spielen bestenfalls eine Aushilfskraftrolle, im Nationalteam darf er seine für das Spiel unerheblichen Tänzchen drehen, ohne von Teamchef Marcel Koller Konsequenzen befürchten zu müssen. Nicht nur wirkte Arnautovic alles andere als topfit, zum 2:1-Sieg der Österreicher über die Schweden lieferte er in 90 Minuten so gut wie keinen Beitrag, schoss gefühlte elf Mal aufs Tor, ohne es ein einziges Mal zu treffen. Im Match gegen die Griechen wirkte er phasenweise wie seine eigene Karikatur. Für ihn scheint Koller eine separate Regel festgesetzt zu haben: während für alle anderen Kaderspieler der kategorische Imperativ der Pflichterfüllung gilt, wird Arnautovic mit dem Konjunktiv gestreichelt. Sollte er einmal das tun wollen, was wir von him erwarten, würden wir uns sehr freuen.

Ein derart auf Gleichheit pfeifender Teamchef riskiert, bei den Spielern unglaubwürdig zu werden. Darüber hinaus leistet sich Koller Fehler, die bis jetzt mekwürdiger noch niemand aufgegriffen hat. Wahrscheinlich, weil die Österreicher unerwarteterweise auf dem zweiten Gruppenplatz liegen. Der Gruppenzweite darf gegen einen anderen Gruppenzweiten um ein WM-Ticket spielen. Falls Koller so weitermacht, könnte die Chance auf die Reise nach Brasilien allerdings nach den beiden bevorstehenden Spielen gegen Deutschland und Irland (Wien, 10. 9.) auch aus eigener Schuld schon wieder vorbei sein.

So ist es Koller nach beinahe zwei Jahren Amtsführung nicht gelungen, ein funktionierendes Angriffskonzept auszuarbeiten. Immer noch setzt er auf den bei Trabzonspor auf die Tribüne verbannten und seriell verletzten Center Mark Janko. In der Innenverteidigung kommt immer noch der fußballerisch krass unterbemittelte Emanuel Pogatetz (1. Fc Nürnberg) zum Einsatz. Er wurde bis zu den beiden Spielen sogar dem ungleich besseren Alexandar Dragovic (Kiew) vorgezogen.  Im Mittelfeld stünde ihm statt des unsicheren Kantonisten Arnautovic der zwar nicht geniale, aber als Antreiber, Einfädler und Torschütze einigermaßen verlässliche Andreas Ivanschitz (Levante UD) zur Verfügung.

Dazu kommt, dass auf der linken Seite Christian Fuchs (Schalke) kriselt. Ihn mit dem besten linken Verteidiger Europas, David Alaba (Bayern München), zu ersetzen, geht freilich nicht. Alabas strategische Fähigkeiten werden im Mittelfeld gebraucht. Dort wird ihm diesmal vielleicht die Hilfe des Zlatko Junuzovic abgehen, der an einer vom ÖFB geheim gehaltenen Verletzung laboriert. Junuzovic ist vom restlichen ÖFB-Personal freilich nicht zu ersetzen.  Sein Nebenspieler Julian Baumgartlinger (Mainz) ist ein braver Arbeiter, aber für das Spiel nach vorne kaum zu gebrauchen. Wer mit Arnautovic und also mit einem Mann weniger aufläuft, wer die Fehlpassmaschine Pogatetz zur Spieleröffnung verwendet und links und rechts in der Abwehr unkreative Handwerker einsetzt, braucht Junuzovics Fleiß, Ideen und Härte wie einen Bissen Brot.

Es wird eng für die Österreicher. DFB-Teamchef Jogi Löw weiss das und hat einen Sieg versprochen. Auch er braucht wieder einmal ein eindeutig schönes Spiel, und im Unterschied zu den Österreichern senken die deutschen Krankenstände die Qualität der Mannschaft kaum. Im Gegenteil.

Rückblende; die so überraschend erfolgreich verlaufene WM 2010 in Südafrika (Sieger Spanien, Deutschland 3.) verdanken die Deutschen und Löw einigen Absagen arrivierter Spieler vor dem Turnier, die Löw zum Einsatz der jungen Garde rund um Mesut Özil und sami Khedira geradezu zwang. Vielleicht greift gerade wieder wer aus einer Etage ein, die noch einen Stock höher liegt als der DFB? Auch wenn der DFB das nie zugeben würde.

Kein Wunder, dass die Österreicher vor Angst pfeifen.

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Wo die Gewerkschaft sich noch bewegt

Man kann zum ÖGB stehen wie man will, er macht zumindest im österreichischen Sport seine Sache nicht schlecht. Der Vorsitzende der mächtigsten Teilorganisation, Wolfgang Katzian von den Privatangestellten, führt als Präsident den Fußballmeister Austria Wien. Sein Rivale, der idealtypische Kapitalist Didi Mateschitz, wirtschaftet mit seinem Verein RB Salzburg vergleichsweise wie ein Lehrbub. Christian Meidlinger, der Vorsitzende der Gewerkschaft der Wiener Gemeindebediensteten, präsidiert den Österreichischen Schwimmverband und muss sich mit der verhaltensoriginellen Familie Jukic herumschlagen.

Die Vereinigung der Fußballer hat nach vielen Jahren des ins-Gewissen-reden bei neofeudalen bis ahnungslosen Klubpräsidenten und der Bundesliga einen Kollektivvertrag für Fußballer gebongt. Nun sorgt die VdF inmitten der medialen Ödnis vor dem Beginn der Bundesliga-Meisterschaft 2013/2014 für eine witzige kleine Story. Sie hat ihre Mitglieder, also die Fußballer, befragt, wie gut ihre Arbeitgeber ihren Pflichten nachkommen.

Hier die Aussendung der VdF im Original:

Die Tabelle der anderen Art: Oben hui, unten pfui

  • · Die tipp3-Bundesligaklubs überraschten positiv
  • · Die Erste-Liga-Vereine haben Defizite

Alle Jahre wieder und rechtzeitig zum Ligastart führt die Vereinigung der Fußballer eine (geheim gehaltene) Umfrage bei 3 Spielern jedes Liga-Klubs durch und klopft folgende Themen ab:

Pünktlichkeit bei der Auszahlung der Gehälter

Klarheit der Verträge

Lohnfortzahlung im Falle einer Verletzung

Informations-Austausch zwischen Management und der Mannschaft

Das Image des Klubs

Die medizinische Betreuung im Verein

Die Unterschiede in den Ergebnissen könnten größer nicht sein. Die Bundesliga-Vereine schnitten durchwegs gut ab. An der Spitze stehen, wie schon in der sportlichen Tabelle, die Austria und Salzburg, gefolgt von Rapid und Mattersburg. Bei der Austria wurde nur der medizinische Bereich nicht mit der höchsten Punktzahl bewertet, bei Salzburg war es der Informations-Austausch im Klub. Das Schlusslicht bildete die Admira.

Anders, nämlich weitaus schlechter, die Situation bei den Klubs der Erste Liga. Die Zahlen sind teilweise erschreckend und sollten zum Nachdenken anregen. Vor allem im unteren Drittel der besonderen Tabelle, wo Blau-Weiß Linz, Hartberg, die Vienna und der FC Lustenau alles andere wie ein Profiverein abschnitten. Leider spiegelt diese Tabelle die ohnehin schon bekannte Problematik der Liga wider.

VdF Vorsitzender Gernot Zirngast:“Besonders in der Heute für Morgen Liga zeigt sich, dass der sportliche Erfolg ohne ordentlicher wirtschaftlicher Basis nicht möglich ist. Alle Vereine, die um den Abstieg spielten, rittern auch in der Tabelle der anderen Art hinten mit. Einmal mehr fragt man sich, wer diese Liga in dieser Form noch braucht!“

Die Ergebnisse in Tabellenform: Weiterlesen

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Einstürzende Altbauten

Der Gig der Stones im Hyde Park zeigte, dass sie nur mehr das Allernötigste spielen und ihre ganze Raffinesse verloren haben

All Down The Line –  was war das einmal für ein Kraftwerk von einem Song. Die Stones haben sich im Hyde Park als ein integraler Bestandteil des Sentimentalen Rock-Business erwiesen. Da ist nichts mehr, was die Magie der Band früher ausgemacht hat. Und am allereinlichsten ist Mick Jagger, der herumhopst wie seine eigene vollaufgeladene E-Car-Ausgabe. Die Hektik auf den spindeldürren Altherrenbeinen kann über die Dürrheit der Band nicht hinwegtäuschen. Ron Wood k0nnte nie wirklich spielen, und Keith Richards kann schon lange nicht mehr. Von den Signature Riffs bleibt nur mehr das Gerüst, alles dazwischen ist wegggeschmolzen, der melodische Fluss ist ein erbärmlich dünnes Rinnsal, die Bewegung kommt fast ausschließlich vom tapferen Charlie Watts und wenn der Musikkritiker behauptet, Jagger könne noch singen, so muss man leider festhalten: er hat’s nicht mehr drauf.

Es ist schade um die Zeit, wirklich ins Detail zu gehen, was alles hier nicht mehr funktioniert. Aber man braucht sich nur Midnight Rambler auf yputube anhörensehen, da hat man das ganze Elend konzentriert auf 11 Minuten. Sie spielen dieses wunderschöne Lied mit ihrem alten Gitarristen Mick Taylor, der in der besten Zeit der Band die Melodiegitarre über Richards Soundtürmen bediente. Weiterlesen

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