Das Ziel der Selbstdressur, die tolle Sportlerfigur

Ein Spitzensportler ist in guten Tagen ein Vorbild dafür, wie perfekt der Mensch sich selbst dressiert. Peter Sloterdijk nennt das „Eroberung des Unwahrscheinlichen“. Anna Fenninger war drei Jahre lang ein Beispiel dafür. Doch im Mai betrat sie den Raum des Schmerzes. Sie beschwerte sich über die Missgunst, die ihr im Skiverband entgegenschlug. Ein Rosenkrieg mit dem ÖSV entspann sich, am Ende trennte sich Fenninger von ihrem deutschen Manager Klaus Kärcher. Bis heute steht auf ihrer Facebook-Seite das Posting in dem sie anmerkt, „jahrelang hintergangen“ worden zu sein. Nicht von Kärcher, wohlgemerkt. Der Unterwerfung unter das ÖSV-Regime folgte ein Sponsorvertrag mit einer Schokofirma. Wochen später verletzte sie sich beim Training das rechte, bisher intakte Knie schwer. Die Sportlerin des Jahres wird das laufende Wettkampfjahr für ihre Genesung brauchen. Der Stress in ihrem Leben ist im Sommer öffentlich geworden, seither steigt er in Sprüngen von unvorhersehbarer Quantität an. Die Eroberung des Unwahrscheinlichen gelingt nur, wenn der Dompteur und der Übende im Menschen zusammenarbeiten. Ist einer von ihnen abgelenkt, gerät die Selbstdressur außer Kontrolle und das Unwahrscheinliche bricht über den Übenden herein.

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Eine Antwort zu Das Ziel der Selbstdressur, die tolle Sportlerfigur

  1. frizzdog schreibt:

    während andere herrschaften auf händen getragen werden, nicht nru vom ÖSV, sondern auch von „nachgelagerten“ organisationen wie dem ORF:

    so sieht z.b. der österreichische umgang mit ÖSV-dopern aus:
    „Nach einem positiven Dopingtest und einer daraus resultierenden 18-monatigen Sperre beendete er 2005 seine aktive Skikarriere und wurde Co-Kommentator des Österreichischen Rundfunks.“
    und seither belästigt uns der herr intensivst als unqualifizierter kommentator.

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