Des Geldes und der Wahrheit Wellen

Dinko Jukic hat mit dem Schwimmverband wieder eine Verhandlungsbasis. Der vom Vater geführte SC Austria hat ein anderes Problem: Er soll unrechtmäßig Geld erhalten haben.

Hat der Schwimmclub Austria 2001 rund 21.000 € erhalten, das mutmaßlich aus dunklen Quellen stammt? Zeljko Jukic ist seit 2006 Sportdirektor und vertretungsberechtigter Funktionär des Vereins.  Der Verdacht, dass der ehemalige Präsident H. Z. dem SC Austria mutmaßlich zu Unrecht erworbenes Geld zukommen ließ, stammt aus 2002. Damals war Horst Z. Präsident des SC Austria.Z. finanzierte in den 90ern die Übersiedlung der Jukics von Kroatien nach Wien.

H. Z. arbeitete in Mariahilf als Filialleiter der Volksbank. Er steht im Verdacht, eine seiner Klienten, Frau Christine Kysucky, um Geld und Vermögenswerte von rund vier Millionen € geprellt zu haben. Die streitbare Familie Jukic ist inzwischen den Schwimmverbandspräsidenten Paul Schauer los, aber Dinko jukic sitzt eine zehnmonatige unbedingte Sperre ab, die ihm der Verband wegen Beleidigung von Funktionären aufbrummte.

Der  Verdacht des illegalen Geldflusses zum SC Austria wurde am 10. Mai 2012 von Viktor Eggert, dem Leiter der für Einzelstrafsachen zuständigen Fachabteilung im Justizministerium, bestätigt:

„Nach den nun übermittelten Berichten der zuständigen Staatsanwaltschaft, die aus Anlass ihres E-Mails um Stellungsnahme ersucht wurde, können dem Akt – der sich derzeit zur Entscheidung über die gegen H. Z. erhobene Anklage bei Gericht befindet – Hinweise auf einen möglichen Zahlungsfluss zum SC Austria entnommen werden.“In seinem Schreiben führt Eggert aus, dass „am 11. Juni 2004 gegen H. Z. und zwei weitere Personen Anklage erhoben (wurde). Das Verfahren gegen H. Z. ist derzeit infolge Verhandlungsunfähigkeit des Genannten abgebrochen. Hinsichtlich der beiden Mitangeklagten ist das Verfahren bereits durch Urteil rechtskräftig beendet“.

Der ehemalige Chef des (vom damaligen Innenminister Ernst Strasser geschlossenen) Sicherheitsbüros, Max Edelbacher, untersuchte 2002 den Betrugsfall Kysucky. Aus den (der Presse vorliegenden) Unterlagen geht hervor, dass sich Edelbacher gefragt hat, wie H. Z. die Kosten für den Verein und den Trainer Jukic aufgebracht hat. Denn mit Mitgliedsbeiträgen, Förderungen und Einnahmen von Sponsoren kann es sich den Abrechnungen und Kontoauszügen zufolge nicht ausgegangen sein.

In einem Verhör am 16. 5. 2002 gab Horst Z. an, dem SC Austria 2001 rund 20.000 € aus Mitteln der Christine Kysucky überwiesen zu haben. 2006 übergab er die Leitung des Vereins an Sportdirektor Jukic.

Der auf Vereinsrecht spezialisierte Anwalt Thomas Höhne bejahte die Frage, ob eine Rückforderung des Geldes Chancen auf Erfolg hätte, „da im vorliegenden Fall das Wissen des Vereinspräsidenten Z. dem Verein zuzurechnen ist.“ Denn daher „wusste der Verein um die Herkunft des Geldes, und auch, so steht es im Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch, „daß er die Sache sich zuzuwenden nicht berechtiget sei.“ Der derzeitige Vereinsvorstand, also Zeljko Jukic, hafte nicht persönlich, sondern der SC Austria mit seinem Vermögen.

Zeljko sen. vertritt als Sportdirektor den Verein nach außen und insbesondere gegen Behörden. Der verhandlungsunfähige Horst Z. steht im Vereinsregister (Stichtag 17. 7.2012) als Ehrenpräsident des SC Austria. Bestellt vom 11. 6. 2010 bis 10. 6. 2013. Ehrenpräsident H. Z. muss schriftliche Ausfertigungen des Vereins, „insbesondere den Verein verpflichtende Urkunden“, unterfertigen. Die Finanzreferentin, eine nahe Verwandte von H. Z., springt nur ein, wenn Sportdirektor oder Ehrenpräsident verhindert sind. Falls Sportdirektor oder Finanzreferentin verhindert sind und „Gefahr im Verzug“ ist, kann der Ehrenpräsident „auch in Geldangelegenheiten“ die beiden vertreten.

Der ehemalige Verbandspräsident Präsident Schauer erklärte sich vor einem halben Jahr für die Sache unzuständig. Vielleicht werden der neue Verbandspräsident, Christian Meidlinger, oder die Staatsanwaltschaft die Causa verfolgen. Die Nichte und Erbin Kysuckys forderte den SC Austria-Sportdirektor Zeljko Jukic zweimal auf, die Schuld zu begleichen. Der erste Brief ging an die falsche Adresse, den zweiten hat Jukic nicht behoben. Als er zu der Sache telefonisch um eine Stellungnahme gebeten wurde, reagierte Zeljko Jukic sen. unwirsch.

Für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung.

 

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Eine Antwort zu Des Geldes und der Wahrheit Wellen

  1. fritz schreibt:

    …und die nichstschwimmer müssen auf dem Votivkirchenplatz demonstrieren….

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