Eine Aktion gegen den Tod auf den Baustellen Katars

Spielergewerkschaft solidarisiert sich mit  der Aktion Fairplay und organisiert einen Gedenktermin für 1200 auf WM-Baustellen in Katar verstorbene Bauarbeiter:

Ich zitiere hier  eine Aussendung der VdF, der im ÖGB beheimateten Vereinigung der Fußballer, einer gewerkschaftlichen Organisation der österreichischen Fußballprofis. Gernot Baumgartner arbeitet für die VdF.

Hinweis auf eine Kundgebung am kommenden Montag, die mit der Beteiligung der Vereinigung der Fußballer stattfinden wird.
Dennis Mimm wird als Spielervertreter zu diesem Thema Stellung nehmen.

Mit freundlichen Grüßen,

Gernot Baumgartner


Kundgebung/Fotoaktion – In Katar starben bereits 1.200 ArbeiterInnen auf den WM-Baustellen

Utl.: „Fairplay auch für Arbeiter“ von Brasilien bis Katar gefordert =

Wien (OTS/ÖGB) – In nicht einmal 50 Tagen startet die Fußball-WM in Brasilien. 2022 soll die WM in Katar stattfinden. Katar gilt als reichstes Land der Erde. Beim Bau der Stadien für die WM macht sich das nicht bemerkbar: Nepalesische Bauarbeiter werden wie Sklaven gehalten, sie arbeiten unter menschenunwürdigen und lebensgefährlichen Bedingungen. Schon jetzt gibt es 1.200 tote Bauarbeiter. Auf diese Zustände machen Gewerkschafterinnen am Montag aufmerksam: Vor der Botschaft von Katar wird für jeden einzelnen der getöteten Arbeiter ein Bauhelm niedergelegt, sowie ein Kranz mit der Zahl der Getöteten. Eine Petition an den Emir von Katar, diese unhaltbaren Zustände zu beenden, wird in der Botschaft übergeben. Auch in Brasilien kamen bereits Menschen beim Stadienbau ums Leben, 170.000 Menschen sind von Zwangsumsiedlungen betroffen. Die Petition von „Nosso Jogo – Initiative für globales Fair Play“ fordert faire Bedingungen bei allen sportlichen Großveranstaltungen ein – von Brasilien bis Katar!++++

Zwtl.: BITTE MERKEN SIE VOR:

Zwtl.: „Fairplay auch für Arbeiter“ – Von Brasilien bis Katar

Gedenktag für verunfallte Arbeiter (Workers‘ Memorial Day) – Gedenken an die 1.200 Bauarbeiter, die auf den Baustellen für die Fußball-WM 2022 in Katar getötet wurden.

Ort: vor der Botschaft von Katar, 1010 Wien, Schottenring 10 Zeit: Montag, 28. April 2014, 10 Uhr

Redner:
Josef Muchitsch, Vorsitzender Gewerkschaft Bau-Holz (GBH)
Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB
Dennis Mimm, Fußballprofi, Vereinigung der Fußballer (VdF)
Stefan Grasgruber-Kerl, Nosso Jogo – Initiative für globales Fair Play, Südwind

Vor kurzem hatte unter anderem Amnesty International (AI) die deutsche Fußball-Ikone Franz Beckenbauer hart kritisiert. Beckenbauer hatte sich nach einem Besuch in Katar zu den Diskussionen um die dortigen, an Sklaverei erinnernden Arbeitsbedingungen, ausgelassen. Beckenbauer: „Ich habe noch nicht einen einzigen Sklaven in Katar gesehen. Die laufen da frei rum.“ Er sei „oft in Katar und habe deshalb ein anderes Bild, das glaube ich realistischer ist“.

Amnesty-Experting Regina Spöttl wurde dazu auf Sport1 mit folgender Stellungnahme zitiert: „Bei so viel Ignoranz und Kurzsichtigkeit fehlen mir die Worte. Darüber kann man auch nicht lachen, weil es ernst gemeint ist. Herr Beckenbauer sollte mal unseren Bericht lesen.“

AI hat einen 153-seitigen Bericht über die miserablen Umstände vorgelegt, unter denen Arbeiter in Katar leben müssen. Von „skrupelloser Ausbeutung“ der Arbeitskräfte ist da die Rede, um die Bauten für die Fußball-WM 2022  zu errichten. die katastrophalen Zustäönde begännen schon mit der Rekrutierung, sagte Spöttl auf Sport1. Den Arbeitern werden bei der Einreise der Pass abgenommen.

Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund lässt keine Zweifel über seine Meinung. Der Vorsitzende Michael Sommer forderte im „rbb-Inforadio“, entweder die Bedingungen der Zwangsarbeit zu beenden, „oder aber Katar die Fußball-Weltmeisterschaft wegzunehmen.“

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