Schämen Sie sich, Frau Unterrichtsminister

Je länger die Stellungnahme der Bildungsministerin Claudia Schmied zu Bewegung und Gesundheit der Kinder zurückliegt, desto klarer kommt die darin sich offenbarende Verantwortungslosigkeit heraus

Mittlerweile weiss wirklich jeder, dass Österreichs Kinder fetter, ungeschickter werden und körperlich immer weniger belastbar. In der patscherten ORF-Diskussion am Sonntag hat der Volleyball-Trainer Peter Kleinmann berichtet, dasskaum ein Drittel der Kinder regelmäßig Sport treiben. In einer Welt, die auf die Ganztagesschule und die einheitliche Schule der 10 – 14-Jährigen zusteuert, ist die Weigerung der Unterrichtsministerin Schmied, die Schule als eine zentrale Stelle für die Einübung von Lebensgewohnheiten in die Pflicht zu nehmen, nichts anderes als Verantwortungslosigkeit. Vielleicht sollte man Schmied in diesem Zusammenhansg allerdings nicht allzu schwre Vorwürfe machen. Als ehemalige Bankmanagerin ist sie es offenbar gewohnt, sich nicht zuständig zu erklären. Die Frage ist, ob eine mit diesem Reflex ausgestatteter Managerin für das Amt der  Bildungsministerin geeignet ist. Selbstverständlich ist das nicht wirklich eine Frage, fraglos ist Schmied spätestens nach diesen Erklärungen unerträglich und untragbar.Seit rund 15 Jahren wird die Bewegungskultur in der österreichischen Schule systematisch zerstört. Ministerin Elisabeth Gehrer hat von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel viele Jahre lang Gelegenheit gehabt, die Sport- und Gesundheitserziehung zu zertrümmern. Von der Nadelstreif-Sozialdemokratin Schmied erwartete man sich ein Roll-Back der reaktionären, körperfeindlichen Schulpolitik, die unter dem Mäntelchen der Autonomie den Stellenwert von Bewegung der Willkür von Direktoren und dem Verfall preisgegeben hat. Doch Schmied hat in all ihren Reformbestrebungen, die unter anderem von ihrer Unfähigkeit behindert wurden, mit den Beamten in ihrem Haus und mit den Vertretern der Lehrer zu kommunizieren, die Bewegung und Gesundheit der Kinder und Jugendlichen nie als einen der Schwerpunkte bezeichnet. Das zeigt nicht nur, dass Schmied keinerlei erzieherisches Ethos in sich trägt, das zeigt auch, dass Schmied nicht lernfähig ist und offenbar schlecht beraten wird.

Genauere, hier demnächst nachzulesende Analysen werden zeigen, dass der Verfall der schulischen Bewegungskultur weit über die sinkende Zahl der im Lehrplan vorgesehenen Pflicht-Sportstunden hinausgeht. Es wäre an der Zeit, dass Sportverbände und Sportlehrer aufstehen und gegen die unverantwortliche Führung ihres Ministeriums protestieren. Um die Kinder vor einer Schulpolitik zu warnen, die ihre Gesundheit aufs Spiel setzt und um den Respekt vor sich selber und der eigenen Arbeit nicht zu verlieren.

Beklagenswerterweise verfügt der organisierte Sport in der Person des BSO-und ASKÖ-Präsidenten sowie SPÖ-Parlamentariers Peter Wittmann über den denkbar ungeeignetsten Repräsentanten. Nicht die Eigenständigkeit des Sports und seine Rolle in der Hebung und Festigung des gesellschaftlichen Gesundheitsbewusstseins motiviert Wittmann und die Führungskaste der Verbände, sondern die Aufrechterhaltung eines anachronistischen Verwaltungssystems. Auch der gutwilligste Turnlehrer und Funktionär verliert in diesem Chaos zwischen ahnungsloser Regierung und egoistischer Verbandskamarilla den Glauben an das Gute im Sport.

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Eine Antwort zu Schämen Sie sich, Frau Unterrichtsminister

  1. Johne687 schreibt:

    In fact when someone doesnt understand then its up to other visitors that they will help, so here it takes place. ckfedceddkek

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